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CeBIT 2011

veröffentlicht um 24.03.2011, 07:50 von Falko Werner
Die diesjährige CeBIT (2011) ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren wieder um einige Bereiche vergrößert und etwas anders organisiert worden. Die Aufteilung in die vier Sektoren Business, Government, Lab und Games war sehr intuitiv und damit gut für die eigene Messebesuchsplanung als Vorarbeit geeignet.
Mein Messebesuch ist leider durch die Streikwelle der Bahn-Lokführer ein wenig später als geplant gestartet, aber Alles in Allem war er sehr interessant und gelungen.
Begonnen habe ich den Rundgang dienstlich im Bereich Government mit der Standbesichtigung der Bundesverwaltung, insb. dem BVA, BMI und BSI. Im Anschluss war der IPv6-Vortrag der BIT (Bundesstelle für Informationstechnik am Bundesverwaltungsamt) von Kollegen mit anschließender Diskussion u.a. mit dem Hintergrund DOI ein weiterer wichtiger Agenda-Punkt.
Im Anschluss erfolgte eine Sondierung der Angebote und eine Kontaktaufnahme mit Anbietern im IT-Sicherheitsumfeld rund um das BSI. Insbesondere die Hardwareanbieter wie Genua und Secunet mit der aktuellen Technik und mit Ihren Angeboten aktuell interessant. Mit der BSI-Zertifizierung wurde jedoch nicht aktiv auf der Messe geworben.
Die Kontaktaufnahme mit Dienstleistern im Umfeld von der gesetzlich nun bald gestützten "sicheren" elektronischen Post DE-Mail bzw. E-Postbrief gestaltete sich sehr einfach. Die Post, 1&1 sowie GMX waren mit sehr interessierten und kompetenten Ansprechpartnern auf den Messeständen vertreten. Auch der Hintergrundkontakt mit dem BMI, einem externen Berater, der im Umfeld DE-Mail bereits seit einiger Zeit aktiv eingesetzt wird, hatte positive Erkenntnisse gefördert. Die Verantwortung der Projektgruppe in dem Umfeld ist offensichtlich noch relativ gering, da die Priorität auf DE-Mail aktuell noch nicht sehr hoch bewertet zu sein scheint.
Die Weiteren Messekontakte führten in den Bereich der Forschung und Wissenschaft. Dabei sind die Universitätenauftritte aus der Großregion wie in den vergangenen Jahren relativ interessant jedoch von der Praxisreife noch einige Jahre entfernt. Von den mir persönlich bekannten Universitäten und Fachhochschulen sind einige erfolgversprechende Projekte präsentiert worden.
Im Geschäftsumfeld ist das allgegenwärtige Angebot von "Cloud"-Diensten, -Produkten und -Entwicklung unübersehbar. Einige Beispiele, insbesondere im Emergency Management, interessant für mich mit dem Hintergrund meines Diplomarbeitsthemas, unter Verwendung von Azure, der Cloud-Infrastruktur von Microrsoft, wurden umfangreich präsentiert.
Persönlich ist das Interesse an der OpenSource-Bewegung und den mittlerweile sehr vielschichtigen Verfügbarkeit neuer Produkte von etablierten und auch sehr jungen Organisationen sehr groß. So habe ich die längeren Gespräche mit Vertretern von Mozilla, der Document Foundation (für die ich sogar in der Stiftungsgründungsphase gespendet habe) und einigen Unternehmen als aufschlussreich empfunden. Nicht nur deswegen werde ich weiter am Einsatz der Software festhalten und positiv darüber berichten sowie auch in der Zukunft Kunden, Bekannten und Verwandten den Einsatz empfehlen.
Der abschließende kurze Besuch der Spiele-Hallen ist eher enttäuschend ausgefallen. Es gibt in dem Umfeld relativ wenige große Innovationen zu vermelden. Möglicherweise ist auch mein geringes persönliches Interesse an Spielen  ein ausschlaggebender Teil dieser Einschätzung. Seit der Zeiten der ersten Gameboys ist mein Interesse an Computerspielen eher gesunken als gestiegen.
Die Rückreise verlief, bis auf den weiter andauernden Zugführerstreik und der natürlich sehr hohen Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel ereignislos.
Das Freiticket der CeBIT selbst ist ein sehr angenehmer Service, auf den ich auch im nächsten Jahr hoffe. Danke.

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